Abfälle aus Kunststoff sammeln

Kunststoff sammeln hat viel Potential

Für Unternehmen und Privathaushalte ist es lohnenswert, Abfälle aus Kunststoff zu sammeln. Dazu gehören unter anderem folgende Produkte:

  • Verpackungen aus Kunststoff wie Folien, Becher, Flaschen (z.B. Milch- und Shampooflaschen)
  • Plastikgeschirr (Becher, Teller, Besteck etc.)
  • Kunststoffbehälter und -eimer
  • Kinderspielzeug
  • Diverse Artikel für den Haushalt

Kunststoff-Beratung

Für die professionelle Entsorgung grösserer Mengen Kunststoff aus Gewerbe- und Industrie lohnt sich eine persönliche Beratung.

Haushalts-Kunststoffe machen einen grossen Anteil der jährlich in der Schweiz anfallenden 790’000 Tonnen Kunststoffabfälle aus. Siehe BAFU-Website. Durch die getrennte Sammlung und Verwertung werden Materialkreisläufe geschlossen und die Umweltbelastung durch Kunststoffabfälle wird reduziert. Wir engagieren uns für das Sammelsystem bring plastic back. Bei uns können Sie den Plastik-Sammelsack erwerben und retournieren.

Was kostet der Plastik-Sammelsack?

Der praktische Plastik-Sammelsack ist in drei verschiedenen Grössen erhältlich:

  • 35 Liter Rolle à 10 Säcke für CHF 16.-
  • 60 Liter Rolle à 10 Säcke für CHF 35.-
  • 110 Liter Rolle à 10 Säcke für CHF 42.-

Wo kann ich den Sammelsack kaufen?

Sie können den Sammelsack in allen unseren Sammelhöfen kaufen:

Haushalt-Kunststoffe – ein wertvoller Rohstoff

Haushalt-Kunststoffe bestehen hauptsächlich aus Lebensmittel- und Haushaltverpackungen. Diese genügen hohen Qualitäts- und Hygienestandards und eignen sich daher hervorragend für das Recycling. Werden sie korrekt gesammelt, sortiert und aufbereitet, können diese Kunststoffe mehrfach dem Recyclingkreislauf zugeführt werden.

Betrachten wir die Vielfalt an Verpackungen und Kunststoffprodukten im Haushalt, wird klar: In Haushalt-Kunststoffen steckt ein enormes Potenzial als wertvoller Sekundärrohstoff!

Viele Becher für Joghurt, Quark oder Mozzarella sind aus Polystyrol-Kunststoff (PS) hergestellt. Dieser eignet sich sehr gut, um wiederverwertet und recycelt zu werden.

In der Schweiz gibt es keine Firma, die sich auf das Recycling von Polystyrol spezialisiert hat. Deshalb werden die gesammelten Polystyrol-Becher und -Verpackungen zu einer Recycling-Firma nach Süddeutschland gebracht.

Aus dem aufbereiteten PS-Kunststoffgranulat können neue Produkte hergestellt werden, wie:

– Kisten
– Paletten
– Eimer
– Folien
– Kanister

Dieser Vorgang kann mehrfach wiederholt werden.

Tetra Paks (Getränkekartons) bestehen aus drei verschiedenen Materialien:
– Karton (ca. 75%)
– Kunststoff Polyethylen (ca. 21%)
– Dünne Aluminiumfolie (ca. 4%)

In der Recyclinganlage werden die gesammelten Getränkekartons aussortiert und anschliessend spezialisierten Unternehmen in Frankreich oder Italien zugeführt.

Dort werden die Kartons so aufbereitet, dass die Kartonfasern wiederverwendet werden können. Aus den recycelten Fasern werden neue Verpackungen aus Wellpappe oder verschiedene Arten von Recyclingpapier hergestellt.

Das übrige Gemisch aus Kunststoff und Aluminium wird entweder in Zementwerken als Ersatz für Kohle zum Heizen verwendet oder wiederum neue Produkte hergestellt wie:

  • Papierhandtuchspender
  • Seifenspender
  • andere Kunststoffartikel

Viele Plastikflaschen für Milch und Milchgetränke bestehen aus einem harten Kunststoff namens Polyethylen (HDPE). Dieser Kunststoff eignet sich sehr gut, um wiederverwertet und recycelt zu werden.

Aus diesen recycelten HDPE-Granulaten können dann neue Produkte hergestellt werden, zum Beispiel:

  • Rohre zum Schutz von Kabeln
  • Neue Plastikflaschen
  • Kunststoffkisten

Die Verpackungen von Chips und anderen Knabberartikeln bestehen aus Verbundstoffen. Das sind Materialmischungen aus Aluminium und Kunststoff, die fest miteinander verbunden sind.

Diese lassen sich nicht mehr in die einzelnen Bestandteile auftrennen.

Deshalb eignen sie sich nicht, um wieder neue Produkte aus reinem Aluminium oder Kunststoff herzustellen.

Stattdessen werden solche Chipsverpackungen aus Verbundstoffen in der Schweiz als Ersatzbrennstoff in Zementwerken verwendet. Sie ersetzen dort einen Teil der Kohle, die normalerweise zum Heizen der Öfen benötigt wird.

Wird ein Kilogramm dieser Verpackungen als Brennstoff genutzt, können 1,2 bis 1,5 Kilo Stein- oder Braunkohle eingespart werden. So lässt sich der Verbrauch der fossilen Kohle reduzieren.

Verpackungen für Teigwaren, Mais etc. bestehen aus Polypropylen (PP). Dieser Kunststoff lässt sich sehr gut recyceln.

Die gesammelten PP-Verpackungen werden in Eschlikon TG zu Kunststoffgranulat aufbereitet.

Aus diesem PP-Regranulat werden dann zum Beispiel neue Kisten hergestellt.

Flaschen für Saucen, Öl und Essig bestehen meist aus PET-Kunststoff, welcher sich von PET für Getränkeflaschen unterscheidet.

Darum gehören diese Nicht-Getränkeflaschen nicht in die PET-Sammlung für Getränkeflaschen.

Trotzdem können die PET-Nicht-Getränkeflaschen sehr gut recycelt werden. Man kann sie im Sammelsack für Haushaltskunststoffe entsorgen.

Die gesammelten Flaschen werden dann in der Schweiz oder Süddeutschland zu neuem Kunststoffgranulat verarbeitet.

Blumentöpfe bestehen meistens aus Polypropylen (PP)-Kunststoff. Dieser Kunststoff lässt sich sehr gut recyceln.

Die gesammelten PP-Blumentöpfe werden zu neuem Kunststoffgranulat aufbereitet, aus welchem wieder diverse neue Produkte hergestellt werden können.

Viele Tuben für Produkte wie Handcreme, Zahnpasta oder Sonnencreme bestehen aus einem weichen Kunststoff namens LDPE (Polyethylen niederer Dichte). Dieser Kunststoff eignet sich sehr gut, um wiederverwertet und recycelt zu werden.

Aus recycelten LDPE-Kunststoff stellt man anschliessend neue Produkte her, wie:

  • Rohre zum Schutz von Kabeln
  • Neue Plastikflaschen
  • Kunststoffkisten

Viele Flaschen für Putzmittel, Shampoo und ähnliche Haushaltsprodukte bestehen aus einem harten Kunststoff namens HDPE (Hart-Polyethylen). Dieser Kunststoff eignet sich sehr gut, um wiederverwertet und recycelt zu werden.

So bekommen die alten Haushaltsflaschen aus hartem HDPE-Plastik nach der Aufbereitung ein zweites Leben als neue Kunststoffprodukte.

Durch das Recycling werden wertvolle Rohstoffe wiederverwendet statt verschwendet.

Shampooflaschen bestehen oft aus einem Kunststoff namens PET (Polyethylenterephthalat).

Dieser PET-Kunststoff unterscheidet sich von dem PET für Getränkeflaschen. Entsprechend Shampooflaschen nicht in die PET-Sammlung für Getränkeflaschen.

Trotzdem lässt sich der PET-Kunststoff von Shampooflaschen sehr gut recyceln. Man kann die Flaschen im Sammelsack für Haushaltskunststoffe entsorgen.

Aus recycelten PET-Shampooflaschen stellt man beispielsweise neue Folien oder Fasern für die Herstellung von Kleidungsstücken her.

Viele Verpackungsfolien von Lebensmitteln, Getränken oder Zeitschriften bestehen aus Weich-Polyethylen (LDPE). Dieses Material eignet sich hervorragend für das stoffliche Recycling.

LDPE Folien werden in der Schweiz weiterverarbeitet für Kabelschutz, Flasche, Kisten etc.

Telefonische Unterstützung

Wir sind von Montag bis Freitag zu folgenden Zeiten telefonisch erreichbar:

07.15 – 12.00 Uhr
13.00 – 17.15 Uhr

B2B Beratung für Kunststoff-Sammlung

Oder Sie nutzen ganz bequem unser online Kontaktformular.

Wenige Informationen helfen uns bereits, Ihnen mit unserem Rückruf ein konkretes Feedback zu ermöglichen.

Fragen und Antworten

Was passiert mit dem Sammelsack?

Der Sammelsack wird in einem Kreislauf bewirtschaftet. Der gesammelte Plastik wird gesammelt, aussortiert und kann so mehrfach wiederverwendet werden.

Dürfen Tetra Paks (Getränkekartons) in den Sammelsack?

Ja. Getränkekartons können im Sammelsack mitgesammelt werden. Dies leistet durch die stoffliche Verwertung nicht nur einen weiteren Beitrag für die Umwelt, sondern führt ebenfalls zu einer höheren Sortierqualität. Getränkekartons (Tetra Pak) übernehmen eine Art Trennfunktion zwischen den Haushaltkunststoffen im Sammelsack. Durch ihre Grösse und Beschaffenheit verhindern sie, dass die Kunststoffe sich zu fest verdichten und unterstützen die Auflockerung des Sammelguts vor dem eigentlichen Sortiervorgang in der Sortieranlage. Getränkekartons setzen sich aus folgenden Materialien zusammen: Karton (ca. 75 %), Polyethylen (ca. 21 %) und Aluminiumfolie (ca. 4 %).

Kann ich Becher ineinanderstapeln?

Auch hochmoderne Sortieranlagen können die Maschinen ineinander gepresste oder gestapelte Elemente noch nicht richtig erkennen.

Sortieranlagen erkennen zusammengedrücktes Material, jedoch ineinandergestapelte Becher von Joghurts o.ä. nicht. Schade ist, wenn diese Joghurtbecher als nicht verwertbares Material deklariert wird und in die thermische Verwertung überführt wird.

Die Idee der Plastiksammlung ist, das Maximum an wiederverwendbarem Kunsstoff zu erkennen und in den Wiederaufbereitungskreislauf zuzuführen.

Daher: am besten zusammenpressen, aber nicht stapeln.

Müssen Etiketten entfernt werden?

Nein, das ist nicht notwendig. Grund ist, dass die Etiketten während dem Waschvorgang in den Sortieranlagen automatisch abgelöste und entsorgt werden.

Dieser Prozess ist wichtig, um die Reinheit des Plastikabfalls für die Herstellung des sogenannten Regranulats sicherzustellen.

Kann ich Material vom 3D-Drucker in den Plastiksammelsack?

Bitte nicht. Die Abfälle und Produkte von 3D-Druckern müssen gesondert entsorgt werden und gehören nicht in den Plastik-Sammelsack. Diese Produkte enthalten sogenannte Additive, welche die Wiederaufbereitung von Hausthalts-Kunststoff verunmöglichen.

Die Recycling Fabrik GmbH ist spezialisiet auf die Wiederaufbereitung von Abfällen und Produkten aus 3D-Druckern.

Kontaktformular

Kunststoff sammeln lohnt sich für Unternehmen, die öffentliche Hand und Privatpersonen. Wir unsterstützen Sie mit unserem Know-how. Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf.